fgx – forschen x gestalten

Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher, politischer, wirtschaftlicher und technologischer Wandlungsprozesse kommt Fähigkeiten wie Perspektivübernahme, Problemlösekompetenz und Ambiguitätstoleranz eine weiterwachsende Bedeutung zu. Sei es die Gestaltung von Webshops für regionale Produkte oder das Design smarter Möbelstücke: Es gilt, Sichtweisen, Bedürfnisse und Bedarfe beteiligter Akteur*innen zu verstehen und einordnen zu können, um Zukunft aktiv zu formen und mitzugestalten. Das Lehrprojekt fgx forschen x gestalten setzt an diesem Punkt an, indem ein interdisziplinäres, erfahrungsbasiertes und projektorientiertes Lehrkonzept entwickelt und implementiert wird, das qualitative Forschung und Gestaltung didaktisch innovativ & partizipativ verschränkt.

Unter dem Leitsatz ‚Vom Problem zum Prototyp‘ erarbeiten Studierende entlang eigener Interessen und Ressourcen eigenständig kleinere Projekte. Den Rahmen bilden drei einzeln oder gemeinsam belegbare Mikromodule, in denen die Eigenlogiken qualitativer Forschung sowie der Gestaltung veranschaulicht, kombiniert und auf das jeweilige Projekt übertragen werden. Studierende lernen unter Rückgriff auf Techniken qualitativer Forschung, gestalterisch ableitbare Probleme zu identifizieren, mithilfe kreativer Ideen einen das Problem adressierenden Prototyp zu entwickeln und diesen zielgruppengerecht zu präsentieren. Sie üben sich beispielhaft im Beobachten, in der Gesprächsführung und dem Kodieren von Datenmaterial und lernen, gestalterische Grundlagen wie Farblehre und Typografie beim Prototyping entlang der identifizierten Bedarfe gezielt umzusetzen. Im Zuge eines Mikromoduls reflektieren die Studierenden ihre Arbeits- und Lernerfahrungen mithilfe eines Portfolios. Bei der Projektarbeit werden sie von Tutor:innen beratend unterstützt. Die Tutor:innen sind zudem integraler Bestandteil der Lehrkonzeptentwicklung. In gemeinsamen Treffen mit den Lehrenden werden Erfahrungen reflektiert, neue Ansätze diskutiert und Formate weiterentwickelt, um Studierenden ein selbstständiges Arbeiten an der Schnittstelle von qualitativer Forschung und Gestaltung zu ermöglichen. Das Projekt eröffnet Studierenden so die Möglichkeit, soziale Wirklichkeiten verstehend zu erforschen, gestaltend in diese einzugreifen und im Zuge dessen aktuell und zukünftig relevante Schlüsselkompetenzen zu erwerben.

Projektinformationen:

Laufzeit: 01.04.2026 – 31.03.2028

Projektleitung: Prof. Dr. Susanne Borkowski

Projektmitarbeitende: Christoph Stamann, Nils Suhr, Raphaela Gilles

Kooperationen: Schauwerk

Förderung: Stiftung Innovation in der Hochschullehre (StIL), Förderprogramm ‚Freiraum 2026‘

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